Digitalisierung von Unternehmen: 6 Gründe warum sie scheitert

Typische Fehler bei der Digitalisierung von Unternehmen

Die Digitalisierung von Unternehmen schreitet branchenübergreifend voran. Wir zeigen Ihnen heute die wichtigsten Aspekte, die Sie bei der Digitalisierung von Unternehmen beachten sollten, damit Sie Fehler direkt vermeiden können und Ihre Umstellung ein voller Erfolg wird.

Ob Ärzte und Automobilunternehmen, oder auch IT-fernere Branchen wie das Handwerk und Dienstleister aus dem Kosmetikbereich, sie alle müssen Wege finden, ihre Zielgruppen in Zukunft auch digital zu erreichen und Arbeitsprozesse unternehmensintern digital zu steuern. 

Informationen sind der Anfang

Die größten Fehler machen "Umsteiger" im Hinblick auf die Digitalisierung von Unternehmensprozessen durch mangelndes Sachverständnis. Ein Restaurantbetreiber etwa, der auf gut Glück online ein wenig Werbung schaltet, wird keinen Umsatz- und/oder Gewinnzuwachs verzeichnen. Genauso wenig ein Friseur, der hin und wieder mal auf Facebook Nachrichten an eine undefinierte Zielgruppe verschickt.

Tradition bewahren, um jeden Preis ?! 

Viele Betriebe sehen keine Notwendigkeit, Ihr Unternehmen anzupassen. Das Geschäft läuft schließlich seid Jahren, warum also dies ändern? Nur um dem neuesten Trend hinterherzulaufen? Falsch! Digitalisierung ist weit mehr als das und wird langfristig Ihr Unternehmen beeinflussen, ob Sie vorbereitet sind oder nicht. 

Ein Beispiel gefällig?

Preissuchmaschinen für handwerkliche Dienstleistungen gibt es schon seit Jahren. Immer mehr Kunden werden diese Tools für sich entdecken und früher oder später die Konkurrenz beauftragen, falls Sie im Internet nicht auffindbar sind. Eine fehlende Dringlichkeit bei der Umstellung auf das digitale Zeitalter ist eine große Bremse bei der Digitalisierung von Unternehmen. Betrachten Sie es daher andersrum: Gerade jetzt, wo Sie so erfolgreich sind, sollten Sie sich die Zeit und das Budget nehmen, um die Digitalisierung von Unternehmensprozessen bei Ihnen voranzutreiben. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt.

Bestimmte wiederkehrende Arbeitsprozesse ab jetzt digital zu bearbeiten - wie vielleicht die Verwaltung einer Kundenkartei im Baugewerbe - verlangt Mitarbeitern den Mut zur Veränderung ab. Sie müssen neue Programme kennenlernen, der bekannte Workflow wird unterbrochen und das "Ach ja, das machen wir ja jetzt so..."-Gefühl tritt häufig auf. Nicht alle Mitarbeiter sind damit einverstanden. Nehmen Sie ihnen diese Angst, indem Sie die Digitalisierung von Unternehmensprozessen ausführlich besprechen, koordinieren und für alle Eventualitäten vorsorgen. Die Digitalisierung von Unternehmen darf nicht mit Komplexität einhergehen. Ein Umstieg sollte immer dazu führen, dass Mitarbeiter dieselben Arbeitsprozesse einfacher durchführen können.

Sie sehen, es ist nicht eine Frage ob Sie ihr Unternehmensprozesse anpassen wollen, sondern wann. Ihre Kunden sind bereits da; Ihren Konkurrenten können Sie noch vorraus sein.

6 häufige Fehler bei der Digitalisierung 

1.  Keine klare Definition von Zielen 

Welche Ziele möchten Sie durch die Digitalisierung von Unternehmensprozessen erreichen? Möchten Sie Ihre Boutique für Brautmoden bei Facebook bekannt machen? Twittern Sie neue, aufregende Haarstile für Ihren Friseurbetrieb? Nutzen Sie Social-Media-Marketing über mehrere soziale Netzwerke, um Ihr Reinigungsunternehmen zur Zielgruppe zu transferieren?

Sie brauchen ein klares, einheitliches Ziel. Ein starkes Signal an Ihre Mitarbeiter ist notwendig, damit diese - und Sie selbst - erkennen, wie Technologie in Ihrem Unternehmen in Zukunft eine Rolle spielen wird. 

2.  Überforderte Mitarbeiter

Die Digitalisierung von Unternehmen ist ein verhältnismäßig junger Prozess. Menschen, die nicht zur Generation Y gehören und die nicht mit dem Smartphone aufgewachsen sind, sträuben sich häufig gegen drastische Schritte bei der Digitalisierung von Unternehmensprozessen.

Allerdings sollten Sie diese Zweifel als Unternehmensinhaber nicht überbewerten. Zeigen Sie der älteren Belegschaft, wie die Digitalisierung von Unternehmen gerade in ihren Betriebsbereichen helfen kann. Je besser und deutlicher Sie die Vorteile aufzeigen, desto schneller akzeptieren diese Personen die Umstellung und desto eher profitiert das gesamte Unternehmen. Machen Sie dabei nicht den Fehler, die Mitglieder der älteren Generation wie Kinder zu behandeln. Vielleicht sind sie älter als Sie - aber garantiert nicht dumm.

Je eher Sie die Vorteile der Digitalisierung mit allen (!) Mitarbeitern besprechen, umso früher sind sowohl Ihre Mitarbeiter als auch Ihre Kunden mit an Bord.

3. Zu hohe Erwartungen in kürzester Zeit

Am Anfang eines neuen Projekts sind Führungskräfte in Unternehmen ebenso engagiert wie die einfachen Mitarbeiter. Lassen die Resultate dann jedoch auf sich warten, fällt die Kurve schnell wieder ab. Wichtige Teilprozesse landen auf der langen Bank und die Digitalisierung von Unternehmensprozessen schreitet langsam und ohne klare Vision voran.

Beachten Sie daher: Die Digitalisierung von Unternehmen ist kein Allheilmittel, sondern eine einfache Notwendigkeit.

Sie dürfen keine explosionsartigen Umsatz- und Gewinnsteigerungen erwarten. Durch die Nutzung von unternehmenseigenen Smartphones klappt die Kommunikation besser und Sie erreichen Ihre Kunden direkter? Das ist hervorragend, aber noch kein Garant für langanhaltenden Wohlstand. Bewahren Sie einen kühlen Kopf und investieren Sie langfristig in Ihre Erfolge, statt auf kurze Hypes zu setzen.

4.  Angst vor hohen Investitionen ohne Garantie

Stellen Sie sich vor: Sie sitzen in Ihrem Lieblingsrestaurant, wollen zahlen, und der Keller trägt plötzlich ein automatisches Kassensystem statt Papier und Stift zu Ihrem Platz.

An dem kleinen Gerät können Sie mit EC- oder Kreditkarten bezahlen. Die Kosten für die verzehrten Speisen bekommt der Kellner drahtlos vom Hauptsystem an sein kleineres Gerät übertragen. Das ist schnell, effektiv und einfach - und mit Kosten verbunden.

Die Hard- und Software für die Digitalisierung von Unternehmensprozessen gibt es nicht umsonst. Viele Unternehmen unterschätzen jedoch die langfristigen Erfolge, die durch vereinfachte Arbeitsprozesse, wie den oben beschriebenen Fall, entstehen können. Sie bleiben bei alt bewehrten Methoden ... bis es zu spät ist oder die Konkurrenz schneller war.

Zwar ist es löblich (und gerade für Kleinunternehmer notwendig), die Kosten in Schach zu halten. Dennoch sollten auch Sie über den Tellerrand blicken, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und Chancen proaktiv zu nutzen, statt zu verpassen.

5.  Ungenügende Analyse-Methoden 

Es ist schwierig, die digitale Transformation anzupreisen, wenn Sie diese nicht mit Zahlen und Fakten hinterlegen. Investitionen in die Digitalisierung von Unternehmensprozessen müssen von der Führungsetage bis zum kleinsten Mitarbeiter sichtbar und begreifbar gemacht werden. Dadurch steigert sich die Bereitschaft der Mitarbeiter und Geschäftsführer gleichermaßen, am Übergang teilzunehmen und diesen zu unterstützen. 

6. Mangel an Fachwissen

Gerade Unternehmer, die bislang alles selbst in die Hand genommen haben, werden durch die Digitalisierung von Unternehmensprozessen vor Probleme gestellt. Fehlt das notwendige Fachwissen für die Umstellung, sieht diese Phase wie ein unüberwindbarer Berg aus Schwierigkeiten aus.

Sie sollten daher nicht aus falschem Stolz darauf verzichten, die Hilfe externer Dienstleister in Anspruch zu nehmen. Wissen Sie selbst nicht, wie die Digitalisierung günstig und vor allem vorteilhaft (im Hinblick auf Ihre Kernziele) umsetzbar ist, sind Berater immer die richtige Anlaufstelle. Auf sie zu verzichten, würde bedeuten, den Prozess unnötig schwierig zu gestalten – und letzten Endes dafür zu sorgen, dass dieser vielleicht zu spät und/oder ineffektiv umgesetzt wird. 

Kurzgesagt: Vorbereitung ist alles

Wie Sie sehen, unterscheidet sich die Digitalisierung von Unternehmen nicht wirklich von anderen historischen Problemstellungen: Informationssuche, Kommunikation, Investitionsbereitschaft und Mut zur Veränderung sind Eigenschaften, die im digitalen Zeitalter ebenso gelten wie in den Jahrzehnten davor.

Worauf warten Sie also? Wichtig ist vor allem, die zahlreichen Vorteile der Transformation sofort erkennbar zu machen. Sind sowohl Kunden als auch Mitarbeiter von der Wirksamkeit der neuen Richtung überzeugt, ist die größte Hürde bereits genommen.

Verstehen Sie die Digitalisierung nicht als notwendiges Übel, sondern als einmalige Gelegenheit, den Weg in die Zukunft zu ebnen.

Sie müssen diesen Weg jedoch nicht alleine gehen. Mittlerweile gibt es viele Technologien und Tools, die die Digitalisierung vereinfachen. Gerne zeigen wir Ihnen, wie wir Sie mit unserer Software unterstützen können:

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