Wie Sie mit Google Analytics Ihre Kundenkommunikation verbessern

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Nachdem wir uns in Teil 1 mit den 4 Kernfragen zur Webseitenoptimierung mit Google Analytics beschäftigt haben, geht es nun einen Schritt weiter. Wir zeigen Ihnen wie Sie die erhobenen Daten verwenden um langfristig Ihre Kundenkommunikation sowie Kundenpflege zu stärken. Während es im ersten Schritt wichtig war sicherzustellen, dass Ihre Webseite auf der ersten Seite der Google Suchergebnisse erscheint, möchten wir Ihnen nun zeigen wie Sie Ihre Besucher auch nach dem "Klick" zufriedenstellen und durch ziegruppenorientierte Angebote die Qualität und Relevanz Ihrer Seite stärken.  

Das Wichtigste vorab

Sie betreiben eine Webseite, und die wird eifrig besucht. Wenn Sie den vorhergehenden Blogpost  gelesen haben, dann wissen Sie jetzt, woher Ihre Webseitenbesucher kommen. Im zweiten Schritt gilt es folgende Fragen zu beantworten:

  1. Haben die Besucher weitere Unterseiten angeklickt?
  2. Fand eine Conversion statt?
  3. Wie kann die Webseite noch besser auf die Bedürfnisse meiner   Zielgruppe abgestimmt werden?

Die letzte Frage ist besonders wichtig - und zugleich auch besonders schwierig zu beantworten (es gibt mittlerweile Unternehmen, die sich ausschließlich mit dieser Frage befassen). Wenn Sie erst einmal wissen, was Ihre Nutzer wirklich wollen, dann wird die Conversion-Rate schnell zunehmen, was oftmals schneeballeffektartig zu einem Anstieg der Nutzerzahlen führt.

Aber, bevor Sie jedoch zu dieser Frage kommen, müssen Sie erst einmal die anderen beantworten.

1. Haben meine Besucher weitere Seiten angeklickt?

Sie wissen, woher Ihre Nutzer kommen. Sie müssen aber auch wissen, wohin sie weitersurfen. Um dies herauszufinden, werfen wir einen Blick auf die Zugriffsstatistik.

Klicken Sie auf: Verhalten > Website-Content > Alle Seiten

Sie bekommen eine Liste angezeigt, auf der jede einzelne Unterseite Ihrer Webseite aufgeführt ist, die jemals aufgerufen wurde. Sie können sich nun auf eine bestimmte Seite konzentrieren, indem Sie auf die jeweilige URL klicken.

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Sie bekommen eine Statistik für die ausgewählte Seite angezeigt. Richten Sie Ihr Augenmerk auf die Angaben in den Spalten „Einstiege“ (Besucher, die Ihre Seite angeklickt haben) und „Ausstiege“ (Besucher, die Ihre Seite wieder verlassen haben). Werfen Sie auch einen Blick auf die Absprungsrate. Wenn ein Nutzer Ihre Seite anklickt, von dort aus aber keine weitere Seite mehr besucht, wird dies fachsprachlich als “Absprung” bezeichnet. 

Klicken Sie auf den Tab „Navigationsübersicht“, um Details einzusehen:

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Statt des Graphen sehen Sie nun eine Aufstellung. Links können Sie ablesen, woher Ihre Besucher gekommen sind (einschließlich der Einstiege); rechts sehen Sie, wohin sie sich geklickt haben (einschließlich der Ausstiege).

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2. Fand eine Conversion statt?

Bei der zweiten Frage kann es ziemlich kompliziert werden. Google Analytics bietet zahlreiche Funktionen, die eine Antwort auf diese Frage liefern können.

Wir möchten nun wissen, ob der Besucher Ihrer Webseite direkt oder durch weiter klicken auf die sogenannte „Zielseite“ gelangt ist. Auf dieser Unterseite (oder Zielseite) Ihrer Webseite sollten Sie ein Ziel vordefinieren. Dieses Ziel spiegelt wieder welche Aktion Sie sich von Ihrem Besucher erhoffen, bespielsweise die Bestellung eines Artikels.

Um diese Ziele nicht nur auf der Seite zu erfassen sondern auch messen zu können über Google müssen Sie folgende Einstellungen beachten:

  1.  Klicken Sie im Hauptmenü auf “Verwaltung”. Unterhalb davon befindet sich ein kleines Fähnchen, neben dem das Wort  “Zielvorhaben“ steht.

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Über diesen Punkt können Sie „Zielvorhaben” verwalten oder neue aufsetzen. Klicken Sie auf „neues Zielvorhaben“. Um dem Ziel der Konvertierung zu folgen benötigen Sie die Vorlage „Akquisition“. Dann klicken Sie auf „Weiter“.

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Lassen Sie sich noch einen guten Namen für Ihr Zielvorhaben einfallen, der Ihnen auch in sechs Monaten noch präsent ist. Klicken Sie dann „Ziel“ an. Dadurch erfolgt eine Verknüpfung mit der entsprechenden Seite.

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Tragen Sie im letzten Schritt die vollständige URL der Seite ein, auf der eine erfolgreiche Transaktion bestätigt wird. Überprüfen Sie, ob alles richtig funktioniert. Klicken Sie dazu auf „Dieses Zielvorhaben bestätigen“ oberhalb des Buttons „Speichern“.

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Wenn Sie alles soweit ausgefüllt haben, klicken Sie auf „Speichern“.

Sie können nun zu den Berichten zurückkehren. Hier sehen Sie, wie viele Nutzer auf der „Zielseite“ gelandet sind, wie viele konvertiert wurden und ob sich diese Daten langfristig positiv entwickeln (= ein Anstieg in besucher und Konvertierungen). 

3. Wie können Sie Ihre Webseite an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen?

Sie wissen nun, welche Ihrer Seiten am häufigsten aufgerufen werden, wohin sich die User von diesen aus klicken und welche Seite einfache Webseitenbesucher zu aktiven Nutzern machen. Damit wissen Sie ziemlich genau, warum Nutzer Ihre Seite besuchen. Nun gilt es, dieses Wissen in neue Inhalte oder Funktionen zu übersetzen.

Ein Beispiel

Auf Ihrer Webseite geht es um Autoverkäufe. Die am häufigsten aufgerufene Seite enthält einen Artikel zur Pannenstatistik des zuverlässigsten Modells. Von diesem Artikel aus klicken sich die Nutzer zu einer Preisliste mit vergleichbaren Modellen. Das könnte man wie folgt deuten: Ihre Leser interessieren sich für zuverlässige und preisgünstige Autos. Sie können nun einen weiteren Artikel veröffentlichen, der darüber informiert, warum manche Modelle zuverlässiger sind als andere oder welches das preisgünstigste Modell wäre. Verlinken Sie diesen Artikel nun idealerweise auf Ihre Seite mit der höchsten Conversion-Rate, so können Sie Ihre Nutzer zur Konvertierung bewegen und weisen ihnen zugleich den schnellsten Weg zum gesuchten Inhalt. Ihre Leser sind zufrieden, da Sie eine Lösung für ihr Problem gefunden haben und Sie haben einen neuen Kunden gewonnen: wine-win ! 

Weitere praktische Beispiele und Tipps zur Optimierung Ihrer Kundenkommunikation und der daraus resultierenden Neukundengwinnung, sowie einer steigenden Loyalität bei Ihren Bestandskunden, finden Sie in unserem Ebook:

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Woher weiß ich, ob’s funktioniert?

Käufer, Abonnenten, Kommentare = Interaktion

Egal welches Ziel Sie mit Ihrer Webseite verfolgen möchten – ob Sie dabei Erfolg haben, erkennen Sie an einer Verbesserung der jeweiligen Kennzahlen: Anzahl an Besuchern, Seitenaufrufen und der Conversion Rate in Verbindung mit Ihrem jeweiligen Angebot.

Unterscheiden Sie dabei zwischen Besuchern die wiederholt auf Ihre Seite kommen (Fachsprache: Visits) und Besuchern die neu auf Ihrer Seite sind (Fachsprache: unique Visitors). Bereits kleine Anpassungen an die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe können große Auswirkungen haben, da sich ihre Interessenten erst genommen fühlen. Wenn in diesem Zusammenhang akute Probleme wiederholt zufriedenstellend gelöst werden können, bleibt Ihr Unternehmen positiv im Gedächtnis verankert und wird - sehr wahrscheinlich - in Zukunft direkt aufgesucht werden. So sichern Sie sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenzanbietern, online und offline. Auch steigert sich dadurch die Chance, dass Ihre Leistung von bestehenden Kunden an deren Freunde oder Kollegen weiterempfohlen wird. Wenn Sie dies erreichen haben Sie es geschafft: Ihr Unternehmen ist in aller Munde!