4 Tipps zur Webseitenoptimierung mit Google Analytics

Webseitenoptimierung mit Google Analytics

Der Begriff "Google Analytics" ist einer der ersten Ansatzpunkte, die ein Unternehmer zu hören bekommt, wenn über Webseitenoptimierung gesprochen wird. Heute möchten wir Ihnen zeigen, was sich hinter der Software verbirgt und wie Sie diese effektiv zur Verbesserung Ihrer Online Präsenz einsetzen können. 

Was ist Google Analytics?

Aber von vorne: was ist Google Analytics überhaupt? Vereinfacht ausgedrückt bietet die Software ein Verfahren zur Analyse Ihrer Webseitenbesucher. Mit Google Analytics können Sie herausfinden, wann die Besucher auf Ihre Webseite kommen, wie lange Sie dort verweilen, welche Seiten aufgerufen und wie viele Unterseiten pro Besuch angeklickt werden. Das ist allerdings bei Weitem nicht alles: Google Analytics bietet eine überwältigende Anzahl von Statistiken, darum ist es sehr wichtig, sich auf die relevantesten Informationen zu konzentrieren. Heute zeigen wir Ihnen welche 4 Kernbereiche, die für einen effektiven Start wichtig sind und wo Sie diese im System finden. 

Sie haben noch keine eigene Webseite? Den Umgang mit Google Analytics lernen Sie am besten durch praktische Anwendung. Wir unterstützen Sie gerne beim Aufbau Ihrer Online Präsenz:

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Vorweg: Zwei wichtige Grundbegriffe

Google Analytics ist ein kostenfreier Dienst für Ihre Webseite. Sie zahlen erst, wenn Sie mindestens eine Millionen Besucher pro Jahr auf die Seite lenken.

Bevor wir in die 4 Kernbereiche einsteigen, die jeder Neueinsteiger kennen sollte, müssen Sie die beiden folgenden Begriffe kennenlernen, auf Basis derer Google Analytics seine Auswertungen trifft:

  • Sitzungen – Wenn ein Nutzer auf Ihre Webseite kommt, entsteht eine Sitzung. Während einer Sitzung kann der Nutzer unterschiedliche Seiten aufrufen und verschiedene Transaktionen durchführen. Eine Sitzung endet nach 30 Minuten und sobald diese Zeit verstrichen ist, zählt jeder neue Aufruf der Webseite als neue Sitzung.
  • Seitenaufruf – Im Unterschied zu den oben beschriebenen Sitzungen, sind Seitenaufrufe an einzelne Seiten Ihrer Webseite gekoppelt. Demnach kann eine Sitzung zum Beispiel drei Seitenaufrufe beinhalten, wenn der Besucher innerhalb der ersten 30 Minuten von der Startseite auf zwei Unterseiten wechselt. Wenn ein Nutzer eine Seite besucht, wird dies als allein stehender Seitenaufruf verzeichnet. Dabei ist es nicht unüblich, dass ein Nutzer die gleiche Seite mehrmals aufruft, diese Besuche werden dann jeweils als separate Aufrufe gezählt.

4 Fragen, die sich jeder Unternehmer stellen sollte

Soweit verstanden? Sehr gut. Dann möchte ich Ihnen jetzt die vier Kernfragen vorstellen, die Sie sich als Neueinsteiger bei Google Analytics stellen sollten, nachdem Sie die Software mit Ihrer Webseite verbunden haben. Diese Fragen, helfen Ihnen dabei, die wichtigsten Kennzahlen aus der Masse an Informationen, die das System bietet, herauszufiltern und somit von Anfang an effizient mit der Software zu arbeiten.

1. Wie viele Besucher waren auf meiner Webseite?

Unter der Zeile “Akquisition” in der Navigationsleiste links, wird Ihnen die Anzahl Ihrer Besucher angezeigt. Wenn Sie auf den unten markierten Bereich und anschließend auf Alle Zugriffe --> Channels klicken, bekommen Sie eine Gesamtzahl sowie eine Übersicht über alle Ihre Webseitenbesucher und können außerdem herausfinden, über welche Kanäle diese auf Ihre Webseite gelangt sind.

Google Analytics Tipps

2. Woher kommen die Besucher?

Nachdem Sie die Gesamtanzahl Ihrer Besucher festgestellt haben, ist es wichtig, im zweiten Schritt herauszufinden, woher diese kamen (also welche Quellseite verwendet wurde). Dies können Sie auf derselben Seite in der mittleren detaillierten Übersicht (vgl. Abbildung) erkennen. Je nach Anzahl Ihrer Besucher und variierenden Quellen, könnte Ihre Übersicht wie folgt aussehen:

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Bei den meisten Kategorien ist klar, was sie bedeuten, aber nicht bei allen. Daher ist es wichtig, dass Sie mit Begriffen wie "Organic search" und "Referral" genauso umzugehen lernen, wie mit den selbsterklärenden Quellen. Wenn Sie mit der Maus auf die Quelle klicken, erhalten Sie (neben einer ausführlichen Analyse) nähere Informationen zur Quelle.

3. Welche Unterseite ist die beliebteste?

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, gehen Sie wieder zurück zur Navigationsleiste und wählen die Spalte "Verhalten". Dort können Sie auf die Übersicht klicken, um zu sehen, wie viele Seitenaufrufe es auf Ihrer Webseite insgesamt gegeben hat. Direkt darunter sehen Sie eine Liste der 10 beliebtesten Unterseiten. Wenn Sie die volle Liste sehen möchten, gehen Sie auf den darunter liegenden Button “view full report”.

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4.  Wie finde ich heraus, ob Änderungen auf meiner Webseite effektiv waren?

Dies ist die letzte und gleichzeitig wohl wichtigste Kernfrage, die Sie sich stellen sollten.

Um diese Frage zu beantworten, gehen Sie zunächst auf "Other", wählen anschließend Akquisition --> Alle Zugriffe --> Channels und setzen somit die primäre Dimension auf „Zielseite“. Alle Schritte sind in der folgenden Grafik noch einmal verdeutlicht, damit Sie den Prozess direkt nachvollziehen können:

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Im Anschluss können dann die URL der Webseite, die Sie finden möchten, in der Suchleiste eingeben:

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Wichtig: Sie müssen dafür nicht die gesamte URL, sondern nur den Teil nach dem ersten Schrägstrich eingeben.

Möchten Sie beispielsweise die Seite www.example.de/testseite finden, geben Sie einfach "testseite" in die Suchmaske ein. Anschließend erscheint ein Graph mit der Anzahl der Besucher, die Ihre Webseite über diese Seite besucht haben. So können Sie ganz einfach und schnell herausfinden, ob es einen Unterschied zwischen den Besucherzahlen vor und nach Ihren Änderungen gibt.

Tipp: Bevor Sie mit der Webseitenoptimierung beginnen, müssen Sie zunächst ermitteln, welche Vorlieben und Bedürfnisse Ihre Nutzer haben. Google Analytics bietet auch dabei Unterstützung. Durch eine detaillierte Einsicht in demografische Eigenschaften, sowie das Leserverhalten, Ihrer Besucher, finden Sie Antworten auf alle grundlegenden Fragen, um Ihre Webseite langfristig zielgruppenorientiert aufzubauen.

Neugierig geworden? In Teil 2 verraten wir Ihnen gerne mehr.