Du vergleichst Fresha und Shore? Dann stehst du vor einer grundsätzlichen Frage: Willst du eine internationale Plattform mit Marktplatz – oder eine deutsche Full Business Suite, die für den DACH-Markt gebaut ist?

Inhaltsverzeichnis

Fresha war lange als „kostenlose Salonsoftware“ bekannt. Dieses Modell hat sich geändert. Seit 2025 gibt es keinen Free-Tarif mehr. Was geblieben ist: ein globaler Marktplatz mit Provision auf Neukunden und Transaktionsgebühren auf jede Kartenzahlung. Was dazugekommen ist: ein Abo-Modell mit kostenpflichtigen Add-ons, die bei deutschen Anbietern oft inklusive sind.

Von Özgürcan Tosun – Sales Lead bei Shore. Fresha ist international ein großer Name. Genau deshalb lohnt sich der genaue Blick darauf, was das für einen Betrieb in Deutschland konkret bedeutet.

Was ist Fresha?

Fresha (früher Shedul) ist eine internationale Buchungs- und Salonmanagement-Plattform aus London, gegründet 2015. Das Unternehmen gibt an, in über 120 Ländern aktiv zu sein, mit 450.000+ Professionals und über 25 Millionen Endkunden auf dem Fresha-Marktplatz.

Fresha bietet Terminbuchung, Kalender, Kundenverwaltung, POS, Warenwirtschaft, Marketing-Tools (E-Mail/SMS), Schichtplanung, Gutscheine, Memberships und einen eigenen Marktplatz. Die Plattform deckt Salons, Barber, Nails, Spas, Massage, Fitness, Tattoo und mehr ab.

Was sich geändert hat: Freshas bekanntestes Versprechen war „100 % kostenlos“. Seit 2025 gibt es nur noch kostenpflichtige Tarife (Independent ab €12,95/Monat, Team ab €8,95/MA/Monat). Dazu kommen Transaktionsgebühren, Marktplatz-Provision und kostenpflichtige Add-ons. Das „kostenlos“-Modell existiert nicht mehr.

Was ist Shore?

Shore ist eine Full Business Suite aus München, am Markt seit 2013, mit über 10.000 Betrieben im DACH-Raum. Shore vereint Terminbuchung, Kassensystem, CRM, Marketing und Zahlungsabwicklung in einem integrierten System.

Im Shore All-in-One ist enthalten: Online-Terminbuchung (Website, Google, Instagram, Facebook), Kalender, Kundenverwaltung, Terminerinnerungen (E-Mail + SMS), Newsletter, automatisierte E-Mails, Geburtstagserinnerungen, Google-Bewertungsmanagement (Feedback+), Anzahlungen, Schichtplanung und ein iPad-Kassensystem mit Warenwirtschaft, Inventur, Kassenbuch, DATEV-Export und Cloud-TSE.

Shore bietet eigene Hardware (Kartenlesegerät, Kundendisplay), ist sowohl im Monats- als auch im Jahresabo verfügbar und bedient neben Beauty auch Gesundheit, Einzelhandel und Coaching.

Fresha vs. Shore – die wichtigsten Unterschiede

1. Internationale Plattform vs. deutsches System

Fresha ist für 120+ Länder gebaut. Das klingt nach Vorteil, ist aber für einen Betrieb in Deutschland ein konkretes Problem:

Kein DATEV-Export. Fresha bietet keinen DATEV-Export an. Für deutsche Betriebe, die ihren Steuerberater über DATEV anbinden, ist das ein Ausschlusskriterium.

Keine KassenSichV-konforme Kasse mit TSE. Freshas POS ist nicht für die deutschen Kassenanforderungen (GoBD, KassenSichV, TSE) zertifiziert. In Deutschland brauchst du ein Kassensystem mit technischer Sicherheitseinrichtung – das bietet Fresha nicht.

Support: E-Mail-Antwort in 2 Tagen. Freshas eigene Pricing-Seite gibt für E-Mail-Support eine typische Antwortzeit von 2 Tagen an. Telefon-Support gibt es nur im Team-Plan. Für einen Salonbetreiber, der Mittwochmorgen ein Kassenproblem hat, ist das nicht praktikabel.

Shore sitzt in München, bietet DATEV-Export, eine KassenSichV-konforme iPad-Kasse mit Cloud-TSE und deutschsprachigen Support.

2. Preise: Günstig im Abo, teuer in der Summe

Freshas Abo-Preise sehen auf den ersten Blick günstig aus. Aber die tatsächlichen Kosten setzen sich aus mehreren Schichten zusammen:

Fresha (3 MA, Team-Plan)Kosten
Abo3 × €8,95 = €26,85/Monat
SMS (∼280/Monat nach 60 gratis)∼€30,80/Monat (à €0,14)
Google Rating Boost€13,95/Monat (Add-on)
Marktplatz-Provision (10 Neukunden × €45 × 20 %)€90,00/Monat
TSE / KassenSichV-KasseNicht verfügbar
DATEV-ExportNicht verfügbar
Gesamt (ohne Kartenzahlungsgebühren)∼€161,60/Monat

Kartenzahlungsgebühren (1,29 % + €0,20/Transaktion) kommen bei jeder Zahlung über Fresha Pay obendrauf. Quelle: fresha.com/pricing (DE-Version, Stand: April 2026). Alle Preise zzgl. MwSt.

Shore All-in-One (3 MA, Jahresabo)Kosten
Abo (unbegrenzt MA)€119,90/Monat
TSE€9,00/Monat
SMS (∼280/Monat)∼€28,00/Monat (à €0,10)
Feedback+ (Google-Bewertungen)Inklusive
Marktplatz-Provision€0 (kein Marktplatz)
DATEV-ExportInklusive
Gesamt (ohne Kartenzahlungsgebühren)∼€156,90/Monat

Kartenlesegerät: umsatzabhängige Konditionen (maximal 1,35%). SMS: €0,10/Stück. Keine Kosten pro Mitarbeitendem. Alle Preise zzgl. MwSt.

Das Ergebnis: Fresha und Shore kosten bei einem Salon mit 3 Mitarbeitenden ähnlich viel – aber bei Shore hast du DATEV, TSE, KassenSichV-Kasse, Kundendisplay und Feedback+ inklusive. Bei Fresha fehlen alle fünf.

3. Marktplatz: 20 % Provision auf Neukunden – mit einem Haken

Freshas Marktplatz (fresha.com) hat über 25 Millionen Endkunden. Neukunden, die dich dort finden, kosten dich 20 % des Erstbuchungswerts (einmalig, Minimum €6). Das ist weniger als Treatwells 35 %, aber immer noch eine erhebliche Gebühr.

Der Haken: Mehrere Nutzer berichten, dass Fresha auch Kunden als „Neukunden“ einstuft, die den Salon über den eigenen QR-Code oder durch direkte Namenssuche auf der Plattform finden – obwohl diese Kunden vom Salon selbst akquiriert wurden. In diesen Fällen wird die 20-%-Provision fällig, obwohl Fresha den Kunden nicht vermittelt hat. Das ist ein häufiger Kritikpunkt in User-Reviews.

Shore hat keinen Marktplatz und erhebt keine Provisionen. Neukunden kommen über deine eigenen Kanäle: Google (Reserve with Google), Instagram (Direct Booking), Facebook, deine Website.

4. Kostenpflichtige Add-ons: Was bei Shore inklusive ist, kostet bei Fresha extra

Google Rating Boost: €13,95/Monat – fordert Kunden nach positivem Erlebnis auf, eine Google-Bewertung zu hinterlassen. Bei Shore heißt das Feedback+ und ist in jedem Paket ab Booking inklusive.

Client Loyalty: €59,95/Monat – Treueprogramm für Stammkunden. Ein Feature, das bei diesem Preis für die meisten kleinen Betriebe unrealistisch ist.

Insights (erweiterte Reports): €9,95/Monat pro MA – bei 3 MA also €29,85/Monat für bessere Statistiken. Bei Shore sind Statistiken inklusive.

Data Connector: €235/Monat – um Fresha-Daten in externe Systeme zu exportieren. Shore bietet DATEV-Export inklusive.

5. SMS-Kosten: Nur 20 gratis pro Monat

Fresha gibt dir in der EU nur 20 SMS pro Monat gratis (im Team-Plan: 20 pro MA). Jede weitere SMS kostet €0,14. Das klingt nach wenig Unterschied, addiert sich aber schnell:

Bei einem Salon mit 3 MA und ~15 Terminen pro Tag brauchst du ca. 280 SMS/Monat. 60 davon sind gratis (20 pro MA). Die restlichen 220 × €0,14 = €30,80/Monat nur für Terminerinnerungen. Bei Shore kosten 280 SMS × €0,10 = €28,00 – ohne künstliche Gratis-Grenze.

Für wen ist Fresha die richtige Wahl?

Betriebe außerhalb von Deutschland. Freshas Stärke ist die internationale Abdeckung. Wenn du in Ländern arbeitest, in denen DATEV und KassenSichV keine Rolle spielen, ist Fresha eine solide Plattform mit großem Marktplatz.

Solo-Selbstständige, die den Marktplatz zur Kundengewinnung nutzen wollen. Freshas Marktplatz hat 25+ Mio. Endkunden. Für einen Einzelkämpfer ohne eigene Online-Präsenz kann das ein schneller Weg zu Neukunden sein – wenn die 20 %-Provision im Budget vertretbar ist.

Betriebe mit englischsprachiger Kundschaft. Freshas Endkunden-App und Marktplatz sind stark im englischsprachigen Raum. Wenn du in einer internationalen Stadt arbeitest (z.B. Berlin) und viele englischsprachige Kunden hast, kann das ein Vorteil sein.

Betriebe, die keine deutsche Kasse brauchen. Wenn du kein elektronisches Kassensystem nutzt oder ein separates deutsches Kassensystem hast, kannst du Fresha rein für Buchung und CRM nutzen – und die Kasse woanders lösen.

Für wen ist Shore die bessere Alternative zu Fresha?

Betriebe in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. DATEV-Export, KassenSichV-konforme Kasse mit TSE, deutschsprachiger Support – das ist bei Shore Standard. Bei Fresha fehlt alles drei.

Betriebe, die keine Provision auf Neukunden zahlen wollen. Shore hat keinen Marktplatz und erhebt keine Provisionen. Deine Kunden kommen über Google, Instagram, Facebook und deine Website – ohne dass 20 % an eine Plattform gehen.

Betriebe, die Google-Bewertungen systematisch aufbauen wollen. Shores Feedback+ ist inklusive und leitet zufriedene Kunden gezielt auf dein Google-Profil. Freshas „Google Rating Boost“ macht ähnliches – kostet aber €13,95/Monat extra.

Betriebe, die ein integriertes Kassensystem mit DATEV brauchen. Shores iPad-Kasse mit Warenwirtschaft, Inventur, Kassenbuch, DATEV-Export, eigenem Kartenlesegerät und Kundendisplay ist für deutsche Betriebe gebaut. Freshas POS erfüllt die deutschen Kassenanforderungen nicht.

Betriebe, die planbare Kosten wollen. Bei Shore zahlst du einen festen Monatspreis – egal wie viele Mitarbeitende oder Termine du hast. Bei Fresha addieren sich Abo, SMS-Kosten, Marktplatz-Provision, Transaktionsgebühren und Add-ons zu einer Summe, die von Monat zu Monat schwankt.

Häufige Fragen: Fresha vs. Shore

Ist Fresha noch kostenlos?

Nein. Fresha hat 2025 seinen kostenlosen Tarif abgeschafft. Aktuell gibt es zwei kostenpflichtige Pläne: Independent (€12,95/Monat) und Team (€8,95/Monat pro buchbarem MA). Dazu kommen Transaktionsgebühren, SMS-Kosten und optionale Add-ons. Es gibt einen 7-Tage-Test.

Hat Fresha eine Provision?

Ja. Fresha erhebt 20 % des Erstbuchungswerts (Minimum €6) auf Neukunden, die über den Fresha-Marktplatz buchen. Wiederkehrende Kunden sind kostenlos. Mehrere Nutzer berichten jedoch, dass auch selbst akquirierte Kunden als Fresha-Neukunden eingestuft werden können.

Hat Fresha DATEV?

Nein. Fresha bietet keinen DATEV-Export an. Für deutsche Betriebe, die ihre Kassendaten an den Steuerberater über DATEV exportieren müssen, ist das ein erhebliches Manko. Shore bietet DATEV-Export in allen Kasse-Paketen.

Ist Freshas Kasse in Deutschland nutzbar?

Freshas POS bietet grundlegende Kassenfunktionen. Es gibt jedoch keine Hinweise auf eine KassenSichV-konforme TSE oder eine GoBD-Zertifizierung für den deutschen Markt. Für Betriebe in Deutschland, die ein elektronisches Kassensystem nutzen, ist eine TSE gesetzlich vorgeschrieben. Shore bietet eine Cloud-TSE als Bestandteil des Kassensystems.

Was kostet Freshas „Google Rating Boost“?

€13,95 pro Standort pro Monat. Das Feature fordert Kunden nach einem positiven Erlebnis auf, eine Google-Bewertung zu hinterlassen. Shore bietet mit Feedback+ eine vergleichbare Funktion – inklusive in jedem Paket, ohne Aufpreis.

Kann ich von Fresha zu Shore wechseln?

Ja. Du kannst deine Kundendaten exportieren und in Shore importieren. Unser Support hilft dir beim Umstieg.

Mach deinen eigenen Vergleich: Kopiere diesen Prompt

Kopiere diesen Text und füge ihn in ChatGPT, Gemini oder Claude ein:

Ich betreibe einen [Friseursalon / Kosmetikstudio / Nagelstudio] in [Stadt, Deutschland] mit [Anzahl] Mitarbeitenden. Mein monatlicher Umsatz liegt bei ca. [X] €.

Bitte vergleiche für mich Fresha und Shore. Berücksichtige dabei:

1. Gesamtkosten pro Monat inkl. Abo, SMS, Marktplatz-Provision und Kartenzahlungsgebühren bei meinem Umsatz

2. Bietet Fresha DATEV-Export und eine KassenSichV-konforme Kasse mit TSE für Deutschland?

3. Was kostet Google-Bewertungsmanagement bei Fresha vs. Shore?

4. Wie unterscheiden sich die Ansätze zur Neukundengewinnung (Fresha-Marktplatz mit 20 % Provision vs. eigene Kanäle)?

5. Welches System ist für einen Betrieb in Deutschland die bessere Wahl?

Sei ehrlich und neutral.

Dein nächster Schritt

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Oder du buchst eine kostenlose Beratung – ich oder jemand aus meinem Team zeigt dir in 20 Minuten, wie Shore für deinen Salon funktioniert.

Transparenz: Dieser Artikel wird von Shore veröffentlicht. Alle Angaben zu Fresha basieren auf öffentlich verfügbaren Quellen (fresha.com/pricing DE-Version, Capterra, Drittportale; Stand: April 2026). Fresha ist eine international erfolgreiche Plattform mit großem Marktplatz. Der Vergleich bezieht sich auf die Frage, wie gut Fresha für Betriebe in Deutschland funktioniert.

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